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Saatbett vorbereiten, Narben pflegen, Ertrag sichern

Mit der richtigen Technik für Acker- und Grünland erzielen Sie ein ebenes Saatbett, eine gut rückverfestigte Oberfläche und eine widerstandsfähige Narbe. Auf dieser Übersichtsseite finden Sie vier Produktlinien – jeweils mit passenden Arbeitsbreiten, Aufnahmen und Ausstattungen:

Kettenscheibeneggen

Nach der Ernte zählt Geschwindigkeit: Ausfallgetreide und Unkrautsamen sollen keimen, Erntereste müssen gleichmäßig eingearbeitet werden, und der Kapillaraufstieg muss unterbrochen werden – alles möglichst in einem Überfahrt. Genau dafür sind Kettenscheibeneggen gebaut.

Anders als bei klassischen Kurzscheibeneggen arbeitet die Scheibenkette extrem verstopfungsarm, auch in Mais- oder Sonnenblumenstoppeln. Die Scheiben schneiden flach (typisch 3–8 cm), brechen Verkrustungen auf und hinterlassen eine ebene, durchmischte Oberfläche. Im Grünland eignet sich die Kettenscheibenegge zur Narbenerneuerung nach Trockenschäden oder Wildschweinschäden: Sie ritzt die Narbe an, ohne den gesamten Bestand zu zerstören, und schafft so ideale Bedingungen für eine Nachsaat.

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Bodenwalzen

Ein Saatbett ohne Rückverfestigung ist wie ein Fundament ohne Verdichtung – der Bodenschluss zwischen Saatkorn und Kapillarwasser fehlt, die Keimung verzögert sich oder bleibt lückig. Bodenwalzen schaffen genau diesen Kontakt: Sie drücken die obere Bodenschicht gleichmäßig an, glätten Unebenheiten und sorgen dafür, dass nachfolgende Sätechnik exakt auf Tiefe arbeiten kann.

Je nach Standort und Einsatzzweck brauchen Sie unterschiedliches Gewicht. Auf leichten Sandböden reichen oft 150–200 kg/m Arbeitsbreite, auf schweren Lehmböden oder zur Rückverfestigung nach dem Pflügen darf es deutlich mehr sein. Deshalb setzen wir auf befüllbare Walzen: Mit Wasser gefüllt bringen sie das nötige Gewicht, leer lassen sie sich problemlos auf der Straße transportieren – das schont Reifen, Getriebe und Diesel.

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Striegel

Der Striegel ist das Schweizer Taschenmesser der Grünlandpflege – und im Ackerbau ein zunehmend gefragtes Werkzeug für die mechanische Unkrautregulierung. Im Grünland verteilt er Maulwurfshügeln, belüftet verfilzte Narben und regt die Bestockung an. Wer im Frühjahr einmal striegelt, bekommt dichtere Bestände und weniger Lücken, in die sich unerwünschte Gräser und Kräuter setzen.

Im Ackerbau – besonders im ökologischen Landbau, aber längst auch auf konventionellen Betrieben – ersetzt der Striegel zunehmend den Herbizideinsatz im Vorauflauf und frühen Nachauflauf. Entscheidend ist die richtige Einstellung: Zu aggressiv, und die Kulturpflanze leidet; zu zaghaft, und das Unkraut überlebt. Unsere Striegel bieten deshalb individuell einstellbare Zinkenfelder, mit denen Sie die Aggressivität je nach Kultur, Wachstumsstadium und Bodenverhältnissen anpassen.

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Anbauteil Multi

Nicht jeder Betrieb braucht für jede Aufgabe ein eigenes Gerät – erst recht nicht, wenn Hallenfläche und Budget begrenzt sind. Das „Multi"-Anbausystem ist genau für solche Betriebe gedacht: Ein Grundrahmen, mehrere Werkzeugkombinationen, schneller Wechsel ohne Werkstattbesuch.

Ob Sie heute egalisieren und morgen striegeln wollen oder eine Kombination aus Walze und Striegel in einem Arbeitsgang fahren möchten – das Multi-System macht's möglich. Besonders auf gemischten Betrieben mit Acker- und Grünlandflächen rechnet sich die Flexibilität schnell, weil ein Grundgerät mehrere Spezialmaschinen ersetzt.

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Fliegl Agro-Center ist Maschinenhersteller und Ersatzteil-Spezialist in einem. Originalteile für Fliegl-Maschinen direkt ab Lager Kastl. Für alle anderen Hersteller arbeiten wir mit Vergleichsnummern — so finden Sie das passende Teil auch ohne Originalnummer.


Fragen zum Sortiment? Erreichbar unter +49 (0) 8671 / 9600-0 — Mo–Fr 7:30–18:00 Uhr, Sa 8:00–12:00 Uhr.


Auswahlhilfe: So finden Sie das richtige Gerät

Nach Einsatzziel

Was Sie vorhabenEmpfehlung
Stoppelbearbeitung direkt nach der Ernte, Ausfallgetreide zum Keimen bringenKettenscheibenegge – flach schneidend, verstopfungsarm, in einem Überfahrt
Saatbett rückverfestigen, Bodenschluss herstellenBodenwalze – Gewicht über Befüllung an den Standort anpassen
Grünlandnarbe belüften, Maulwurfshügel verteilen, mechanische UnkrautregulierungStriegel – Zinkenaggressivität kultur- und standortgerecht einstellen
Mehrere Aufgaben mit einem Grundgerät abdeckenAnbauteil Multi – schnell umrüsten, Hallenfläche sparen

Traktor und Aufnahme

Nicht jede Arbeitsbreite passt zu jedem Schlepper. Als Faustregel gilt: Pro Meter Arbeitsbreite sollten Sie bei Bodenbearbeitungsgeräten mit etwa 15 bis 25 PS rechnen – abhängig von Bodenart, Arbeitstiefe und Hangneigung. Bei Walzen und Striegeln ist der Leistungsbedarf geringer, aber das zulässige Gesamtgewicht an der Aufnahme wird relevant.

Prüfen Sie auf den jeweiligen Produktseiten die passenden Anbaukategorien (Kat. I, II oder III) und ob Front- oder Heckanbau für Ihren Einsatz sinnvoller ist.

Standort und Boden

  • Leichte bis mittlere Böden (Sand, sandiger Lehm): Hier können Sie in der Regel größere Arbeitsbreiten fahren und brauchen weniger Walzgewicht für eine gute Rückverfestigung.
  • Schwere Böden (Ton, toniger Lehm): Lieber eine Nummer kleiner dimensionieren. Der Zugkraftbedarf steigt überproportional, und zu schwere Walzen können den Boden im feuchten Zustand verdichten statt rückverfestigen.
  • Grünland: Die Zinkenaggressivität am Striegel ist der zentrale Stellhebel. Auf jungen Neuansaaten fahren Sie deutlich vorsichtiger als auf etablierten, verfilzten Altnarben.

Tipp: Sie sind unsicher, was zu Ihrem Betrieb passt? Nennen Sie uns Ihren Schlepper (Typ und PS), die vorherrschende Bodenart und Ihren Haupteinsatz – wir empfehlen Ihnen das passende Gerät mit der richtigen Arbeitsbreite.


Warum bei Agro-Center kaufen?

  • Praxistaugliche Technik: Unsere Geräte sind für den harten Dauereinsatz auf deutschen Äckern und Wiesen gebaut – robuste Rahmen, langlebige Lager, wartungsfreundliche Konstruktion.
  • Sinnvolle Anpassbarkeit: Verstellbare Zinken, befüllbare Walzen, flexible Anbausysteme – damit jedes Gerät zum Standort passt, nicht umgekehrt.
  • Breite Schlepperkompatibilität: Aufnahmen und Arbeitsbreiten für Schlepper von 50 bis über 300 PS – vom Grünlandbetrieb im Mittelgebirge bis zum Marktfruchtbetrieb in der Börde.
  • Ersatzteile und Zubehör: Direkt über die jeweiligen Produktseiten bestellbar, ohne lange Suche.
  • Persönliche Beratung und bundesweite Lieferung: Kein Callcenter, sondern Ansprechpartner, die wissen, wovon sie reden.

→ Jetzt Kategorie wählen, Gerät konfigurieren und bei Fragen direkt beraten lassen.


Fragen & Antworten

Kettenscheibenegge oder Striegel – was brauche ich für mein Grünland?

Das hängt vom Zustand der Narbe ab. Ist sie grundsätzlich intakt, aber verfilzt, mit Moos durchsetzt oder von Maulwurfshügeln übersät, reicht ein Striegel. Der belüftet, verteilt und regt die Bestockung der Gräser an, ohne die Narbe zu beschädigen.

Hat die Narbe dagegen echte Schäden – etwa nach Trockenheit, Überschwemmung oder Wildschweinfraß –, kann die Kettenscheibenegge die bessere Wahl sein. Sie schneidet die Narbe flach an, schafft Saatrillen für eine Nachsaat und egalisiert gleichzeitig Unebenheiten. In der Praxis ergänzen sich beide Geräte gut: Striegel im Frühjahr zur Pflege, Kettenscheibenegge bei Bedarf zur Erneuerung.

Welche Walzengröße und welches Gewicht sind sinnvoll?

Die optimale Walzmasse hängt vor allem von Bodenart und Bodenfeuchte ab. Auf leichten, trockenen Böden genügen oft 120–180 kg pro Meter Arbeitsbreite. Auf mittleren bis schweren Böden und bei der Rückverfestigung nach dem Pflügen sollten es eher 200 bis 300 kg/m sein. Befüllbare Walzen sind hier die praktischste Lösung: Auf dem Acker voll, auf der Straße leer – das spart Kraftstoff beim Transport und schont die Achsen.

Bei der Arbeitsbreite gilt: So breit wie sinnvoll, nicht so breit wie möglich. Eine 6-m-Walze bringt auf einem 2-ha-Schlag wenig Vorteil, kostet aber Wendezeit am Vorgewende.

Front- oder Heckanbau – was ist besser?

Beides hat seine Berechtigung. Frontanbau verbessert die Gewichtsverteilung (besonders bei leichten Schleppern), und Sie haben die Arbeitsfläche im Blick. Das ist beim Saatbettbereiten ein echter Vorteil, weil Sie Unebenheiten sofort sehen.

Heckanbau ist oft die einfachere Lösung: mehr Hubkraft verfügbar, größere Bodenfreiheit beim Wenden, und am Feldrand kommen Sie leichter in die Arbeitsposition. Viele Betriebe kombinieren auch: Walze vorn, Striegel hinten – so erledigen Sie zwei Arbeitsgänge in einer Überfahrt.

Was ist ein Striegel?

Ein Striegel in der Landwirtschaft ist ein unverzichtbares Gerät zur mechanischen Unkrautregulierung und Bodenbearbeitung, das besonders im ökologischen Landbau, aber zunehmend auch im konventionellen Anbau zur Reduzierung von Herbiziden eingesetzt wird 
Er besteht aus einem Rahmen mit vielen beweglichen Zinken, die den Boden oberflächlich bearbeiten 
Was mit einem Striegel gemacht wird:
1. Unkrautregulierung (Hauptfunktion)
Verschütten und Herausreißen: Der Striegel arbeitet ganzflächig und zielt darauf ab, Unkräuter und Ungräser im frühen Fädchen- bis Keimblattstadium durch Verschütten oder Herausreißen zu bekämpfen 
Wirkungsweise: Die Zinken lösen die Wurzeln der Unkräuter aus der Erde, und die Sonne trocknet sie anschließend aus 
Blindstriegeln: Ein hocheffektiver Arbeitsschritt, bei dem der gesamte Acker 7-10 Tage nach der Saat (vor dem Auflaufen der Kulturpflanze) gestriegelt wird, um die erste Unkrautwelle zu vernichten 
2. Bodenpflege und Bestandsführung
Krustenbrechen: Der Striegel bricht harte Bodenkrusten (besonders auf Lehmböden) nach Regen oder Gießen auf, damit der Boden wieder atmen kann und die Pflanzen besser durchwachsen 
Belüftung: Die Bodenoberfläche wird gelockert und belüftet 
Anregung der Bestockung: Im Getreideanbau fördert das Striegeln im Frühjahr die Bestockung (dichteres Wachstum) 
3. Grünlandpflege (Wiesenstriegel)
Einebnen: Maulwurfshügel und Trittschäden werden eingeebnet 
Entfilzen: Die Grasnarbe wird entfilzt und Belüftung wird gefördert 
Gülleeinarbeitung: Güllespuren werden verteilt und leicht in den Boden eingearbeitet 
Ungras-Regulierung: Oberflächlich wurzelnde Ungräser (z.B. Gemeine Rispe) werden herausgekämmt 
Einsatzbedingungen und Vorteile
Wetter: Idealerweise wird bei trockenem, sonnigem Wetter gestriegelt, damit die herausgerissenen Unkräuter vertrocknen 
Kulturen: Einsetzbar in Getreide, Mais, Soja, Feldbohnen und verschiedenen anderen Kulturen 
Vorteil: Im Gegensatz zur Hacke arbeitet der Striegel reihenunabhängig und kann daher auch bei dicht stehenden Kulturen eingesetzt werden 
Wichtiger Hinweis: Das Striegeln erfordert Erfahrung, da bei zu starker Bearbeitung auch die Kulturpflanzen beschädigt werden können

Welche Maschinenhersteller werden abgedeckt?

Das Sortiment deckt alle gängigen Bodenbearbeitungshersteller ab: Lemken, Kverneland, Köckerling, Horsch, Claas, Krone, Kuhn, Rabe und weitere. Fliegl-Originalteile sind ebenfalls verfügbar.


Was ist der Unterschied zwischen Maschinen und Ersatzteilen im Shop?

Im Fliegl Agro-Center finden Sie Verschleißteile und Zubehör für vorhandene Maschinen — Schare, Zinken, Messer, Klingen und ähnliche Teile, die regelmäßig getauscht werden. Neue Komplettmaschinen sind nicht im Onlineshop gelistet.


Wie finde ich das richtige Teil, wenn ich die Artikelnummer nicht kenne?

Hersteller, Maschinentyp und Baujahr reichen. Der Kundendienst unter +49 (0) 8671 / 9600-0 identifiziert das passende Teil anhand dieser Angaben.


Gibt es einen Mindestbestellwert?

Nein. Einzelne Ersatzteile können ohne Mindestmenge bestellt werden.